Laser oder Tinte?

22. Dezember 2009 | Von Kim Hübel | Kategorie: Hardware

Weihnachten steht vor der Tür und die Geldgeschenke stehen in Aussicht. Häufig werden diese Geschenke nach dem großen Fest in Hardware für den Computer investiert. Ein neuer Drucker muss her, da der alte nicht mehr am Puls der Zeit ist. Doch welche Technik soll es sein? Soll es ein Tintenstrahldrucker oder ein Laserdrucker werden? Soll er farbig oder nur schwarz auf weiß drucken? Viele Fragen, die man sich stellen kann und auf die es nur individuelle Antworten gibt.

Wir möchten heute in diesem Artikel eine kleine Kaufunterstützung bzw. Hilfe bei der Entscheidungsfindung geben. Es ist nämlich nicht so einfach, sich für den individuell passenden Druckertyp zu entscheiden. Hierbei werden wir nicht unbedingt die zeitlichen Parameter betrachten – hier liegen beide Techniken mittlerweile fast gleichauf, wenn man den Druck einer einzelnen Seite betrachtet – sondern das Thema eher ökonomisch, sprich preislich, aufarbeiten. Ein Drucker kostet schließlich nicht nur in der Anschaffung Geld sondern auch im laufenden Betrieb. Und das häufig nicht zu knapp, wie man merken wird!

Vergleichen wir mal die Preise in den Verbrauchsmaterialien:

Ein Satz Tinte (alle Farben) mit einer durchschnittlichen Reichweite von ca. 500 Seiten kostet im Fachhandel zwischen 20 und 70 Euro, je nach Hersteller. Im Vergleich hierzu steht ein kompletter Tonersatz für einen Farblaser kommt hier schon auf Beträge, die an die 300-400 Euro reichen, wobei hier die Kartuschen eine Reichweite von ca. 1000 bis 4000 Seiten haben. Wer sich mit einem reinen Schwarz/Weiß-Laser begnügt, der kommt in der Regel pro Kartusche mit Preisen ab 40 Euro davon, wobei hier eine Reichweite von 2000 Seiten aufwärts gegeben ist.

Das sind rein mal die Preise, die natürlich je nach Modell individuellen Schwankungen unterliegen. Doch viel wichtiger ist die Frage: Was genau möchte man eigentlich drucken?

Was soll gedruckt werden?

Derjenige, der ausschließlich seinen häuslichen Schriftverkehr aufs Papier bringen möchte und der keinen Wert auf farbliche Darstellung der Ergebnisse liegt, der wird sicherlich am besten mit einem Schwarz/Weiß-Laser beraten sein. Hier hat man die Vorteile, dass selbst bei nur gelegentlicher Nutzung des Gerätes, die Ergebnisse stets einwandfrei zu Papier gebracht werden. Ein Tintenstrahl-Drucker hat nämlich die Eigenschaften, dass die Tintenpatronen ggf. nach einige Zeit der Nicht-Benutzung eintrocknen bzw. verstopfen, was häufig zu “Startschwierigkeiten” beim Druck und Frust beim Benutzer führt.

Möchte man jedoch farbige Ergebnisse sehen, steht man spontan vor der Entscheidung: Farblaser oder Tintenstrahldrucker?

Hier würde ich persönlich zum einen Augenmerk darauf legen, was gedruckt werden soll. Sind es Fotos von Digitalkameras oder ähnlichem? Dann würde ich persönlich eher zu einem Tintenstrahldrucker mit entsprechendem Fotopapier greifen. Diese Kombination liefert mittlerweile Ergebnisse, die von Laborabzügen kaum noch zu unterscheiden sind. Ein Farblaser ist mit der Aufgabe, Fotos in sehr guter Qualität abzuliefern, häufig überfordert (sofern es sich um Geräte im erschwinglichen unteren Preissegment handelt).

Druckt man jedoch Dokumente, in denen z.B. Diagramme farbig hervorgehoben werden und in denen hauptsächlich flächige Farbmuster vorliegen, so wäre die Wahl eines Farblasers sicherlich anzuraten. Dieser wäre von den Verbrauchskosten her sicher einem Tintenstrahler überlegen, da er auf die Seite gerechnet günstiger wird.

Unterschiede in der Handhabung?

Tintenstrahler und Laserdrucker zählen zu den sogenannten Seitendruckern, was bedeutet, dass sie immer komplette Seiten bedrucken und nicht, wie man das z.B. von Bondruckern an der Kasse kennt, zeilenweise ihr Druckerzeugnis abliefern. Das bedeutet für den Anwender, dass die Verwendung von Endlospapieren oder Etikettenrollen bei beiden Druckertypen in der Regel ausfällt. Hier ist auf Etikettenbögen im DIN A4-Format umzusteigen. Aber keine Sorge, namenhafte Firmen wie Sigel oder Zweckform bieten für nahezu jeden Anlass den passenden Etikettenbogen mit Formatvorlage für das heimische Office-Paket.

In der Handhabung beider Druckertypen gibt es also kaum Unterschiede. Einzig die Häufigkeit, in der man Verbrauchsmaterialien wie Tinte oder Toner ersetzen muss, wird sich im Laufe der Zeit als Unterschied bemerkbar machen.

Fazit

Wir stellen also fest: Wer sich einen neuen Drucker kaufen möchte, sollte sich vorher genau überlegen, was er mit dem Gerät anstellen möchte und wie oft vor allem das Gerät im Einsatz sein dürfte. Diese Faktoren beeinflussen nämlich auf ihre Weise die Wahl des passenden Geräts. Persönliche Vorlieben sollten ökonomischen Gesichtspunkten an diese Stelle den Weg frei machen.

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4 Kommentare
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  1. Ich bin vor knapp 2 Jahren auf einen Schwarz/Weiß-Laserdrucker umgestiegen und seitdem komplett zufrieden. Im Schnitt schafft das Gerät etwas mehr als 3000 Seiten bis die Qualität nachlässt und der Toner in Rente möchte. Allerdings habe ich auch in 99,9% der Fälle nur Text zu drucken. Ohne Bilder, Diagramme etc.

    LG Piet

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  2. Ich persönlich nutze auch derzeit einen SW-Laser. Diesen habe ich mittlerweile seit 2007 und bin damit sehr zufrieden. Wobei ich auch zugeben muss, dass ich selbst hauptsächlich Texte drucke bzw. Grafikanteile dabei sind, bei denen es mir nicht auf farbige Darstellung ankommt.

    Sollte mein SW-Laser jedoch mal den Dienst versagen, wäre die Überlegung, ob nicht ein günstiger Farblaser ins Haus kommt, weil meine Zukünftige ja doch beruflich auch immer wieder mal etwas Farbiges zu Papier bringen möchte :-)

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  3. Oh Verzweiflung… ich habe gerade festgestellt, dass ich diesen Deinen Feed noch gar nicht in meinem Feedreader hatt :-( Das Problem ist jetzt aber behoben ;-)
    Zum Drucker: Ich bin vor einigen Jahren erst auf schwarz/weiß Laser (Multifunktionsgerät mit Fax) umgestiegen und möchte dieses überhaupt gar nicht mehr missen. Danach kam zusätzlich die farbigen Ausdrucke noch ein Farblaser, der mir mittlerweile auch sehr ans Herz gewachsen ist. Beim Farblaser gehen die ganzen Tonerkartuschen schon richtig ins Geld, wenn ich es aber mit den Farbtintenpatronen vergleiche, dann ist das immer noch ein Klacks.

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  4. Vielleicht sollte man die gesundheitlichen Aspekte auch mal mit einbeziehen, denn die Laserdrucker haben ja diesbezüglich nicht den besten Ruf …

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