Praxistest: Windows 7 auf alter Hardware
9. Februar 2010 | Von Kim Hübel | Kategorie: SoftwareSeit einigen Monaten ist es auf dem Markt: Windows 7 – das neue Betriebssystem von Microsoft. Zeit also, das Machwerk auf den Prüfstand zu stellen. Diesmal aber nicht auf High-End-Hardware, sondern praxisgerecht auf etwas älterer Hardware. Genauer: Ein Acer-Notebook, Baujahr 2005, Typ Extensa 4101 WLMi.
Die Installation
Normalerweise würde man als Umstellungswilliger hingehen und mit dem Microsoft Windows 7 Upgrade Advisor die vorliegende Hardware auf Kompatibilität mit Windows 7 überprüfen. Da wir aber ganz bewusst auch mal gerne auf die Nase fallen, ignorieren wir diese Möglichkeit geflissentlich und starten das Notebook mit einer Installations-DVD einer vorliegenden Enterprise-Edition. Innerhalb einer Stunde ist auf dem Notebook mit 1 GB RAM und einem Pentium M 730 (1,6 GHz) die Grundinstallation von Windows 7 installiert.
Wie erwartet, gibt es auch die ersten negativen Überraschungen: Im Gerätemanager zeigen sich einige Geräte (Soundkarte, WLAN, Grafikkarte und weitere Kleinigkeiten), zu denen es zunächst keine passenden Treiber gibt und die deswegen entweder nicht oder nur sehr rudimentär (wie z.B. die Grafikkarte) funktionieren.
Glück im Umglück
Da jedoch das Gigabit-Ethernet-Interface (also die drahtgebundene Netzwerkkarte) erkannt wurde, verbinden wir das Gerät per Kabel mit der Außenwelt, woraufhin das Betriebssystem erste Freudensprünge macht – die geliebte Verbindung zu Windows-Update ist möglich und erste Updates werden heruntergeladen und installiert. Eine mit akustischer Meldung (war da nicht eine dysfunktionale Soundkarte bis eben?) im polyphonen Klang untermalte Statusmeldung macht uns darauf aufmerksam, dass das System nun rebootet werden müsste. Der Wunsch wird erfüllt.
Kaum sind wenige Minuten für den Reboot vergangen, stellt sich heraus, dass nun fast alle Komponenten, die vorher noch als nicht-erkannt markiert waren, funktionieren. Einzig der im Notebook integrierte SD-Kartenleser will nicht funktionieren – ein Punkt, den man aber sicher verschmerzen kann in Anbetracht dessen, dass dieser sowieso nur Speicherkarten bis 2 GB Größe lesen kann und externe USB-Kartenleser heute wesentlich mehr Auswahlmöglichkeiten bei den Speichermedien bieten.
Windows 7 im täglichen Einsatz
Eine erfolgreiche Installation eines Betriebssystems ist eine Seite der Medaille, doch wie sieht es aus im Alltagsbetrieb? Wie zügig lässt sich mit dem System arbeiten? Wie hält es einem Vergleich mit Windows XP (dem Betriebssystem, welches mit dem Notebook ursprünglich ausgeliefert wurde) stand? Schauen wir also ins Detail:
Zunächst fühlt sich das Betriebssystem recht flott an. Die Maus reagiert ohne Ruckeln und Systemprogramme starten recht spontan. Ein neu installierter Firefox 3.6 tut auch gewohnt schnell seine Dienste. Auch ein installiertes OpenOffice 3.1 startet in gewohnter Weise und zeigt keinerlei Probleme bei der Arbeit. Hier überzeugt also Microsoft mit seiner Aussage, dass Windows 7 mehr Features als Windows Vista bereit hält mit der Performance von Windows XP. Wir können es bestätigen. Ach ja, Windows 7 traut sich nach einer Feststellung des Leistungsindex (dieses Notebook erhielt hier eine 3.0) den Aero-Desktop zu verwenden – kein Problem, weder für die Grafikkarte, noch für den Rest des Systems. Die Performance bleibt bestehen!
Speicherbelegung
Windows 7 belegt nach der Installation einiger Applikationen mit seinem Systemordner knappe 10 Gigabyte der 80 GB Festplatte – was durchaus im vernünftigen Rahmen liegt. Beim Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Arbeitsspeicher zeigt sich das Betriebssystem durchaus mäßig – in der Regel pendelt die Speichernutzung zwischen 40 und 70%, je nach Systemzustand. Bisher war also noch kein kritischer Punkt erreicht worden.
Fazit
Windows 7 ist ein Betriebssystem, welches nicht nur auf hyper-moderner Hardware zuhause ist. Es kann, wenn man es möchte, auch auf etwas betagterer Hardware problemlos seine Dienste tun. Wir jedenfalls sind nach dem ersten Test begeistert und müssen neidisch zugestehen, dass auf gleicher Hardware ein aktuelles Ubuntu-Linux zäher lief.
Lesetipps im WWW
- Upgrade auf Windows 7 – Ein Erfahrungsbericht
- Erster Erfahrungsbericht Windows 7
- Windows 7 auf dem Notebook

Praxistest: Windows 7 auf alter Hardware: Seit einigen Monaten ist es auf dem Markt: Windows 7 – das neue Betriebs… http://bit.ly/bwg8gY
antwortenPraxistest: Windows 7 auf alter Hardware | Technikel – der Technik …: Seit einigen Monaten ist es auf dem Markt:… http://bit.ly/cK3guR
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antworten"Praxistest: #Windows_7 auf #alter #Hardware | Technikel – der Technik-Blog" ( http://bit.ly/d9Rxxl )
antwortenMit Windows 7 habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich nicht unbedingt das Computergenie bin. Habe 2-mal versucht mein altes Laptop mit dem Betriebssystem aufzuwerten. Leider war es beide Male nicht von Erfolg gekrönt und ein guter Bekannter hat mir dann das alte Betriebssystem wiederhergestellt. Vielleicht hat es ja was mit der Aktualisierungsfunktion aus Windows 7 zu tun. Bin jetzt im Bekanntenkreis auf der Suche nach jemandem, der mir da helfen kann.
antworten@Tina:
Hallo Tina, sorry, wenn ich erst jetzt auf deinen Beitrag antworte – aber gesundheitliche Probleme hielten mich ein wenig davon zurück in den vergangenen Tagen.
Die Installation von Windows 7 auf älterer Hardware kann durchaus einem kleinen Abenteuer gleichen, denn leider ist es häufiger so, dass verschiedene Komponenten nicht mehr unterstützt werden von Microsoft her und die Hersteller der Hardware leider aber auch keine passenden Treiber für Windows 7 bereitstellen.
So ging es mir mit meinem Notebook, welches ich ja jetzt seit einigen Wochen unter Windows 7 laufen habe: Der integrierte Kartenleser für SD und MMC-Speicherkarten (wie man sie von Digicams her kennt) war nicht zum Laufen zu bringen, weil es keine Treiber gab. Heute sah ich durch Zufall nach dem Hochfahren des Notebooks im Meldungszentrum eine Meldung, dass ggf. eine Lösung für mein Hardwareproblem bestünde und ich diesem und jenem Link folgen sollte.
Das Resultat ist nun, dass Acer, der Hersteller meines Notebooks, es wohl geschafft hat, die Treiber für Vista entsprechend so bereit zu stellen, dass diese auch unter Windows 7 nutzbar sind. Mein Kartenleser funktioniert nun also nach einiger Zeit dann doch, ohne, dass ich wirklich jetzt großartig viel dazu beigetragen habe.
Aber es kann in der Tat natürlich auch bei anderer Hardware ganz anders aussehen. Vielleicht kommst du ja mit einem neuen PC mal in den Genuss von Windows 7 – ich persönlich bin der Meinung, es lohnt sich schon, da es wesentlich schneller und geschmeidiger läuft als Vista. Vergleiche mit Windows XP braucht man nicht zu scheuen – hier kommt Windows 7 auch sehr gut davon!
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